Yoga mit Jamshid Sheikh

Seit dem Frühjahr 2019 lebt der Iraner Jamshid Sheikh in Reinfeld, wir haben ihn über die Flüchtlings- und Sozialarbeiter kennengelernt. Er macht in unserer Therapie-Theater-Gruppe mit und kommt mit seinen Schülern manchmal zu unserer Schwitzhütte. Er musste nach seinen Aussagen flüchten, weil er mehrere Bücher über alternative Medizin veröffentlicht hat, derzeit arbeitet er an der Veröffentlichung seines neuesten Buches, lernt in Lübeck an der VHS Deutsch, sucht Arbeit und hofft seine Frau und Kinder nachholen zu können.

Jamshid ist unter anderem Yoga-Lehrer, wir kamen bei unseren Theater-Treffen bereits in den Genuss einer Probestunde, was sehr viel Spaß gemacht hat. Er würde gern eine neue eigene Yoga-Gruppe gründen und freut sich über eine Kontaktaufnahme, wenn ihr Interesse habt, über unseren Verein. Er wird während unseres Sommercamps “Natur-Kultur-Erlebnis Traveträume” hier sein und am 27. und 28. Juli weitere Schnupperstunden geben, um Voranmeldung wird gebeten.

27.+28.07.19 Kurzfilm-Projekt an der Trave: “Märchen, Monster und Magie”

 Märchen, Monster und Magie 

Video-Kurzfilm-Projekt an der Trave 

  • WAS? Ein Kurzfilmprojekt, in dem wir bekannte Märchen neu verfilmen. Die Teilnehmer werden selber ihr Drehbuch schreiben, als Regisseure, Kameraleute und Darsteller ihr Story-Board verfilmen und nach Möglichkeit das Filmmaterial am Computer schneiden. 
  • Die fertigen Ergebnisse werden auf unserer Homepage online gestellt. Deswegen müssen die Erziehungsberechtigten ihr Einverständnis für die Veröffentlichung geben. 
  • WANN? Samstag, 27. und Sonntag, 28. Juli 2019; jeweils von 10:00 bis 17:00 Uhr Getränke und Verpflegung bitte selber mitbringen!
  • WO? Treffpunkt Lokfelder Brücke in 23858 Barnitz, Lokfeld 2
  • WER? Kinder und Jugendliche von 10 bis 14 Jahren
  • WIEVIEL? 12 € pro Teilnehmer für das gesamte Wochenende Bezahlung vor Ort

Veranstalter: Therapie-Theater an der Trave vom Förderverein Lokfelder Brücke e.V.

Ansprechpartner: Udo Reichle-Röber 

Anmeldung: foyer@therapietheater.de, 04533 – 79 12 21

Diese Ferienaktion findet im Rahmen unseres Familien-Sommercamps statt. Für alle Infos zum “Natur-Kultur-Erlebnis TRAVETRÄUME” bitte hier klicken.

15.-28.04.2019 TRAVETRÄUME Frühjahrscamp

Liebe Freunde, 2019 laden wir das erste Mal zu einem Traveträume-Camp pro Jahreszeit ein. Alle Termine stehen auch im Kalender. Diese Aufgabe “kam” Anfang des Jahres, ohne konkrete inhaltliche Ideen, es ist einfach ein Feldtest für mehr Zeit in Gemeinschaft während der Ferien. Also ein “Open Space”, wie schon die letzten Traveträume, für mehr miteinander und voneinander Lernen, Spielen und Arbeiten. Wir sind gespannt was passiert und freuen uns über jeden, der Zeit und Lust hat hier zu sein. Die “Preise” sind ein verhandelbarer Feldtest, für Verbesserungsvorschläge sind wir offen 😉

Übersicht Zeitplanung für das Frühjahrscamp:

Details:

  • Ostern steht vor der Tür, es ist Zeit für den Frühjahrsputz und wir würden uns wieder sehr über eure Hilfe freuen 🙂 Wir sind dabei das Lager aufzuräumen und Platz zu schaffen für z.B. einen neuen Werkraum, die Requisiten vom Therapie-Theater, einen weiteren Gemeinschaftsraum und weitere Ferienzimmer. Der Infopoint und der offene Bücherschrank müssen wieder entstaubt werden und die Gartenmöbel vom Winterlager nach draussen gebracht werden. Das Wetter ist bereits so schön, dass auch Gartenarbeit schon wieder richtig gut tut, z.B. möchten wir den Zaun vom Kaninchengehege reparieren und ein paar Kaninchen aus dem Tierheim “retten” 🙂
  • Das Büro mit CoWorking-Space wird renoviert und umgeräumt, der Eingang repariert und die Terrasse hergerichtet. Ein Sofa ist schon da, drei Tische und ein Schreibtisch, es gibt gefiltertes Wasser, Tee und Kaffee, ggf. Kekse und Kuchen. Wir können dann wieder schön im Garten an der Trave sitzen und z.B. in den neuen Reisekatalogen stöbern vom forumandersreisen oder Stromwechselaufträge gemeinsamen ausfüllen und CO2 einsparen oder Webseiten programmieren oder Businesspläne schreiben oder entspannt eine Lesung genießen oder ein Buch oder Blinkist lesen oder hören 🙂
  • Das Ferienzimmer ist wieder frei, wir suchen Gäste ab dem 15. April für Übernachtungen, die mit dem Kanu, Fahrrad, Pferd, zu Fuß pilgernd, mit Bulli oder Wohnwagen kommen. Wir möchten es schön einrichten und die Vermietung über das Internet starten.
  • Der Sonnenbauwagen ist wieder frei ab 01. Mai, wer Interesse hat, Janina bei der Instandhaltung zu helfen, kann hier “Probewohnen” und sich mit uns austauschen über z.B. Wohnprojekte, ökologisches Bauen, Tiny Houses, Minimalismus, Klimaschutz, Permakultur, …
  • Am Mittwoch den 17. April um 18 Uhr findet die nächste Aroma-Lounge statt mit den wundervollen Ätherischen Ölen, die uns unsere Mutter Natur schenkt. Ein Segen für jede natürliche Hausapotheke, jede Sauna/Schwitzhütte, jeden Raumdiffusor, jede Massage, jedes Putzen mit natürlichen Mitteln, jedes Duschen und Cremen und Schminken, jedes Schnuppern und Genießen zwischendurch, … Für manch einen auch ein Segen zum Geld verdienen, wenn man gern solche Produkte verkauft.
  • Am Freitag den 19. April ist Vollmond und treffen wir uns wieder um 17 Uhr zur Schwitzhüttenzeremonie mit Menie. (Jens ist dann schon in Wieckenberg und baut dort auf für das Tipimeeting.)
  • Samstag 20. bis Sonntag 21. April findet dann in Wieckenberg das jährliche Oster-Tipimeeting mit Jens statt, wer dort hin möchte kann ggf. eine Fahrgemeinschft ab/bis Lokfeld bilden.
  • Samstag 27. April ab 11 Uhr ist wieder Treffen zum Potluck-Brunch für alle quer durch alle Gruppen hindurch. Jeder bringt eine Kleinigkeit zum Essen mit oder kann hier etwas zubereiten (bio-vegan), wir essen zusammen und haben viel Zeit für Gespräche, Spiele, Lieder üben, … Ab 14 Uhr ist das nächste Treffen unserer neuen Therapie-Theater-Gruppe, wir drehen zur Zeit kleine Filmchen (an dem Tag zum Thema “Märchen, Monster und Magie”) und üben damit auch für das Ferienpassprogramm inkl. Drehbuch schreiben, filmen, schneiden. Jeder der Lust hat kann mitmachen 🙂
  • Weiteres folgt ggf….

Links:

Fotos:

Aroma-Lounge von Young Living

Ab 2019 findet die “Aroma Lounge” von der Agentur Travetraum, Melanie Otto, im Treffpunkt Lokfelder Brücke statt, mit den Ätherischen Ölen von Young Living. Die Termine stehen im Kalender, Dauer jeweils ca. 2 Stunden. Kaffee, Tee, Saft, Wasser und ggf. kleine Snacks sind zu günstigen Preisen oder kostenfrei vorhanden. Um Anmeldung wird gebeten.

Je verkauftem Produkt geht eine Spende an den “Förderverein Lokfelder Brücke e.V.“. In unserem Netzwerk machen wir dadurch nicht nur die Aromatherapie mit qualitativ sehr hochwertigen Pflanzenwirkstoffen bekannter, sondern sammeln auch Geld per Crowdfunding für einen guten Zweck und ermöglichen uns gemeinsam ein passives Einkommen.

Die Young Living Aromalounge wird präsentiert von Europas ersten “Royal Crown Diamonds” aus Österreich, Ulrike Churfürst und Vijay Churfürst Hanzal, über ihr YouTube-Video (ca. 52 Minuten per Beamer & Leinwand), bei Getränken und Snacks, in geselliger Runde:

“In dieser Präsentation lernst Du Young Living kennen, DER Weltmarktführer im Bereich “ätherischer Öle” und natürlicher “Life Style” Produkte. Durch das Vertriebssystem “Empfehlungsmarketing” ergibt sich europaweit die einzigartige Möglichkeit, nicht nur Produktanwender zu sein, sondern auch das “Network Marketing” System für sich zu nützen, um ein erfüllteres und finanziell freies Leben führen zu können.”

Im Anschluss ist Zeit zum Fragen stellen über die Produkte, die Anwendungen, die Netzwerkarbeit und die Verdienstmöglichkeiten. Alle an dem Tag hier geöffneten Produkte können getestet werden. Wer mag kann vorhandene Produkte direkt aus unserem Shop kaufen oder kleine Proben zum Testen mitbekommen.

Übersicht Kalender 2019

Nächste Veranstaltungen aus unserem Kalender (Stand: 23.12.19):

Termine bei uns in Lokfeld 2 sind fettgedruckt, für Termine bei Freunden steht der Ort in (Klammern).

Für Ergänzungen aus dem Freundeskreis und gegenseitige Verlinkungen sind wir immer offen und dankbar!

JANUAR 2019

FEBRUAR

MÄRZ

APRIL

MAI

JUNI

JULI

AUGUST

SEPTEMBER

OKTOBER

NOVEMBER

DEZEMBER

23.-29.07.2018 Natur-Kultur-Erlebnis TRAVETRÄUME

Liebe Freunde der Lokfelder Brücke,
herzlich Willkommen zum Natur-Kultur-Erlebnis „TRAVETRÄUME“ im Treffpunkt Lokfelder Brücke! Der Förder- und Kultur-Verein und die Agentur Travetraum laden wieder ein zu einem (nicht-öffentlichen) Familien-Sommercamp mit abschließendem (öffentlichen) Sommerfest. Besonders am Herzen liegen uns dabei viiiieeel Zeit für Gemeinschaft und voneinander lernen, kochen & essen, Entschleunigung und Zeremonien, Kreativität und Spaß – natürlich ökologisch sinnvoll ? Wir möchten diesen Treffpunkt weiter ausbauen und gestalten, diese Zeit wird auch als “Workcamp” genutzt. Das „Programm“ inhaltlich werden wir gemeinsam in der Zeit planen, d.h. wir eröffnen hier einen „open space“. Der „organisatorisch angedachte Rahmen“ inkl. aller Details wird auf der Internetseite weiter ergänzt. Bitte merkt euch die Termine vor, nehmt euch Urlaub, sprecht euch mit Freunden ab, kommt monatlich zu den Vor-/Nachbereitungstreffen beim Potluck-Brunch bzw. meldet euch, wenn ihr Lust auf eine schöne Zeit mit und bei uns im Treffpunkt habt, wir freuen uns auf euch und viele schöne Stunden!
Liebe Grüße,
Menie

Zeitplan (Stand 23.07.18):

  • Sa 28.04.2018 ab 11 Uhr Potluck-Brunch & CLuB-Treffen
  • Sa 26.05.2018 ab 11 Uhr Potluck-Brunch & CLuB-Treffen
  • Sa 30.06.2018 ab 11 Uhr Potluck-Brunch & CLuB-Treffen
  • Mo 23.07. – So 29.07.2018 Familien-Sommercamp (“open space”)
    • täglich gemeinsam makrobiotisch kochen und essen
      • 08-09 Uhr Frühstück
      • 13-14 Uhr Mittagessen
      • 18-19 Uhr Abendessen
    • viel Zeit für Natur, Kultur & Gemeinschaft, miteinander und voneinander lernen, Workcamp (kleine Arbeiten am Haus und im Garten der Gemeinschaftsräume)
      • 09-13 Uhr Vormittagsprogramm
      • 14-18 Uhr Nachmittagsprogramm
    • Lagerfeuer-Sommernächte im Tipi, Gitarre, Stockbrot, …
      • 19-23 Uhr Abendprogramm
    • Mo 23.07.2018 ab 08 Uhr Ankunft, Aufbauen
    • Di 24.07.2018 20-22 Uhr Schnupperabend Potentialcoaching mit Christel Himmelreich
    • Mi 25.07.2018 19-22 Uhr Ätherische Öle und Network Marketing mit Young Living (inkl. Zoom-Konferenz)
    • Fr 27.07.2018 16-18 Uhr evtl. schamanisch Trommeln und Krafttier-Reise mit Jörg Langmann (bitte vorher anmelden, 4 Mindestteilnehmer)
    • Fr 27.07.2018 20-20 Uhr Mondfinsternis mit Jörg (von Jörg privat organisiert, bei Interesse bitte ihn direkt ansprechen)
    • Sa 28.07.2018 ab 14 Uhr Tag der offenen Tür & Sommerfest 😀
    • So 29.07.2018 ca. 06-10 Uhr Schwitzhütte mit Menie ACHTUNG, wir machen das Feuer schon gegen 6 Uhr an und gegehn gegen 8 Uhr rein, anstatt nachmittags!
    • So 29.07.2018 ab 19 Uhr Abbauen, Abreise
  • Sa 25.08.2018 ab 11 Uhr Potluck-Brunch & CLuB-Treffen
  • Sa 29.09.2018 ab 11 Uhr Potluck-Brunch & CLuB-Treffen
  • Sa 20.10.2018 ab 11 Uhr Potluck-Brunch & CLuB-Treffen

Terminplanung Allgemein (Potluck-Brunch, Zeremonien, Traveträume, Advents-Café,…): https://doodle.com/poll/h9274xq5z3swpy5t

Detailplanung Traveträume 2018 (46 Zeitfenster: inkl. Essen und open space): https://doodle.com/poll/p8k9mgpytmeg7ft2

“Kosten” Camp: 20 €/Person/Tag ab 12 Jahren inkl. Verpflegung (bio-vegan), Übernachtung im Tipi oder eigenen Zelt. Ermäßigung für Vereinsmitglieder und auf Anfrage – bitte meldet euch auch wenn ihr kein Geld habt aber mithelfen oder euch anderweitig einbringen könnt/möchtet, das ist genauso wertvoll und die Gemeinschaft ist hier wichtiger als Geld! Wir brauchen immer helfende Hände zum Auf- und Abbauen, Kuchenbäcker, Fotografen, Feuerhüter, Geschichtenerzähler, Gitarrenspieler, … Potluck-Brunch & Zeremonien auf Spendenbasis, Workshops auf Anfrage.

Ablauf in Dankbarkeit und Anlehnung an die Sommercamps von Michael Hartl: (https://experimentselbstversorgung.net/veranstaltung-zusammen-organisieren-und-wachsen/)

Beim „open space“, der Methode, nach der wir die Camps hier ablaufen lassen, entscheidet die Gruppe aus dem Bauch heraus, welche Themen gerade die sind, die wichtig zu bearbeiten sind. Und die sind dann auch gut so. Die Themenvielfalt geht von Gemeinschaft und deren solidarisches Wirtschaften, über Sport und Meditation, bis hin zu Märchen und gemeinsamen Musizieren.

Und beim Reflektieren des Sommercamps dachte ich mir, was denn der organisatorische Rahmen ist, den wir da eigentlich spannen. Und wie sieht der menschliche Rahmen aus? Ich fände nämlich fein, wenn es noch viel mehr dieser Events geben würde – nicht nur von uns. Darum mal hier eine Übersicht, welche Methoden ich als besonders hilfreich für das Gelingen unserer Camps empfunden habe.

Open space

Unsere Camp-Organisation ist stark angelehnt an die Großgruppen-Moderations-Technik „open space“. Wir möchten nämlich, dass die Camps gemeinsam gestaltet werden. Möglichst selbstorganisiert, für verantwortungsvolle und freie Menschen und von ihnen kreativ und inhaltlich gestaltet. Dazu gibt es nach einer Kennenlernphase das gemeinsame Suchen und Festlegen von Themen. Das sieht bei unseren Camps im Kern so aus:

  • Wer mag schlägt ein Thema vor und erzählt kurz, ob sie*er Ahnung vom Thema hat oder Wissen bekommen möchte.
  • Sie*er sagt, ob es ein Redekreis, ein praktischer Workshop oder eine Wanderung sein soll. Oder was jeder und jedem sonst so einfällt als möglicher Ablauf.
  • Sollte sich eine*r anschließen wollen, bei dem Thema aktiv mitzuwirken, also Wissen beisteuern, kann diese Person das kurz anmerken.
  • Das Thema wird aufgeschrieben und das nächste Thema kann vorgestellt werden.
  • Sind alle Themen gesammelt, vergibt jede Person maximal 8 Punkte. Nur 1 Punkt pro Thema. Du musst nicht alle Punkte vergeben.
  • Durch das dadurch entstehende „Interessensranking“ können zwei oder drei Freiwillige die am meisten nachgefragten Themen auswählen und in den Wochenplan einordnen. Wir planen Vormittag und Nachmittag je ein Thema. Und passende wie Jam-Sessions oder bestimmte Redekreise oder Workshops werden abends eingeplant.

Abwandlung: Wie oben beschrieben werden zu Beginn gleich die Themen für die ganze Woche festgelegt. Vielleicht versuchen wir aber auch, nur zwei Tage zu planen und dann am Ende der zwei Tage die noch nicht behandelten Themen neu zu bewerten. Oder Themenbereiche zu machen, wie „praktischer Workshop“, „körperliches“, „seelisches“, „Redekreise“ und „Unterhaltung“, damit selbst wenn alle Redekreise hoch spannend sind und daher die meisten Punkte bekommen, auch Platz bleibt für praktisches.

Wer mehr zu open space als Methode erfahren will, kann sich hinter den Links eine kurze (https://web.archive.org/web/20140305191345/http://www.openspaceworld.org/german/index.html) oder eine lange (https://de.wikipedia.org/wiki/Open_Space) Beschreibung dazu durchlesen.

Redekreise

Der Tag beginnt nach dem Frühstück und endet nach dem Abendessen mit einem großen Redekreis, zu dem alle kommen sollen, die am Camp teilnehmen. Hier geht es um zwei Punkte: Befindlichkeit und Organisatorisches.

Für einen Redekreis sitzen alle in einem Kreis. Eine Moderatorin begrüßt kurz alle, sagt, welche Runde nun ansteht und gibt dann das Wort an die Person, die den stärksten Impuls spürt, etwas zu sagen. Von dort aus wird das Wort – oder wenn gewünscht auch ein Redestab oder anderer Gegenstand – im Uhrzeigersinn reihum gegeben. Dabei spricht nur die Person, die an der Reihe ist, bzw. den Rede-Gegenstand hat, und alle anderen hören aufmerksam zu.

Befindlichkeitsrunde

In der Befindlichkeitsrunde, die am Morgen die Eröffnung macht und am Abend das Ende des Redekreises, kann jede*r äußern, wie es ihr*ihm geht, was gerade in mir passiert oder wie ich mich in der Gruppe fühle. Einfach, was gerade auf dem Herzen liegt oder um es herum tanzt und fliegt. Am ersten Tag sind die Äußerungen oft nur kurze „Ja, eh gut. Passt alles. Danke.“. Aber zum Ende der Woche hin öffnen sich die meisten Menschen immer mehr – was ein schnelles und gutes Gespür für die anderen entstehen lässt und einen besonderen Beitrag für das Gemeinschaftsgefühl leistet.

Organisationsrunde

Die Organisationsrunde ist für alle Punkte rund um das Camp und den Ablauf. Diese ist besonders wichtig, da sich das Camp ja so gut wie möglich selbst organisieren soll. Hier ist Platz für Fragen oder Anmerkungen zu den Zeitplänen, zum Essen oder dem Nachkaufen von Zutaten, Anliegen zur Sauberkeit oder für Anmerkungen, was noch wichtig wäre für die Kinder, etc. Und auch hier lässt sich meist über die Woche eine interessante Entwicklung beobachten: Sind es am Anfang noch hauptsächlich die Moderator*innen und Gastgeber*innen, die Punkte anmerken, verteilt sich das zum Ende der Woche auf immer mehr Teilnehmende. Die damit zu aktiven Gestalter*innen werden. Eines unserer großen Ziele: Menschen ermächtigen, sich gemeinsam selbst zu organisieren.

Gemeinsames Kochen und Essen

Wenig erlebe ich als so wertvoll und zusammenführend, als gemeinsames zubereiten und verzehren von gutem, gesunden Essen. Es liegt Magie in diesem Prozess, wo aus unterschiedlichsten Zutaten etwas erschaffen wird, dass Eigenschaften hat, die keine der Zutaten selbst hatte. Es liegt Liebe in diesem Tun, denn wenn wir für Menschen gutes Essen zubereiten, die uns mehr und mehr bedeuten, machen wir das mit Hingabe. Und es liegt so viel soziales in diesem Prozess, denn wir tauschen uns aus, erschaffen gemeinsam etwas und genießen es danach miteinander.

Daher nimmt bei uns das Zubereiten des Essens einen hohen Stellenwert ein und alle, die möchten, können sich einbringen. Es ist nichts notwendiges, das im Rahmen einer Camp-Organisation eben erledigt gehört, sondern es ist integraler Bestandteil dessen, was hier in der Woche abläuft. Und ebenso wird das gemeinsame Essen als wichtig gesehen.

Anmerkung Menie: Ich liebe die makrobiotische Küche und freue mich auf die Zeit zum Kochen mit euch, über Austausch und Gleichgesinnte. Dies ist kein Muss aber es wäre schön, wenn wir zumindest überwiegend bio, vegan, regional, saisonal und natürlich kochen 🙂

Lagerfeuer und Musik

Klar, einerseits kochen wir über dem Feuer. Aber das Feuer ist auch zentrale Anlaufstelle hier und zieht sowieso seit jeher Menschen einfach an. Alle sitzen am Feuer, reden, lachen, spielen Musik und starren manchmal gedankenverloren in die Flammen.

Mehr muss ich zum Lagerfeuer und der Musik glaube ich nicht schreiben. Wer nicht tief in sich spürt, warum das so wichtig ist: Hinaus mit Dir heute Abend! Nimm ein paar Menschen mit und entzündet ein Lagerfeuer!

Der Mindset fürs Wohlfühlen

Mich freut ganz besonders, dass in den Feedbacks immer wieder die Rede von der Besonderheit dieses Ortes die Rede ist. Wie wohl und sicher sich hier die meisten Menschen fühlen. Und viele sehen die Ursache in den hier lebenden Personen. Das schmeichelt natürlich, aber ich denke, dass alle Menschen, die das wirklich wollen, einen solchen Rahmen schaffen können. Dazu gibt es aus meiner Sicht ein paar simple Ansätze – die gerne auch den Teilnehmenden kommuniziert werden können – und die nicht nur auf einem solchen Camp zählen:

  • Alle Menschen, die da sind, sind genau die richtigen.
  • Die Themen, die gemeinsam gefunden werden, sind die jetzt wichtigen.
  • Wir haben Zeit. Für alles. Und alles passiert dann, wenn die Zeit reif ist und läuft so lange, wie es sich stimmig und richtig anfühlt.
  • Sei offen für Veränderungen – und passe Dich flexibel an. Wie beim improvisierten Tanzen!
  • Gib Dich hin – sowohl der Veranstaltung, als auch den dort befindlichen Menschen.
  • Sei präsent und höre bewusst zu.

Anmerkung Menie zu den Zeremonien:

Da einige von uns ein Leben mit Zeremonien führen wird die eine oder andere Schwitzhütte auch in dieser Campzeit stattfinden und die Wassertrommel gespannt. Eine gute Möglichkeit zum Kennenlernen, falls ihr dies noch nie erlebt habt ;-). Aber an alle die oft bei indianischen Zeremonien sind: Diese Zeit ist offen für alle Kulturen und gerade auch für den Austausch unter uns gedacht, der sonst manchmal etwas zu kurz kommt 🙂

Links:

Fotos:

07.-15.07.2018 Visionssuche-Workshop und -Camp mit Jens Hofmann

Visionssuche-Workshop /-Camp und Sommercamp mit Jens Hofmann in Lokfeld

07.07. – 15.07.2018 // Workshop + Camp „Crying for a Vision“ (PDF zum Download)

Sa 07.07. // 10-17 Uhr Workshop
So 08.07. // 10-17 Uhr Workshop
Mo 09.07. // Visionssuchen // ab 17 Uhr Sommercamp inkl. Schwitzhütten
Di 10.07. // Visionssuchen // ab 17 Uhr Sommercamp inkl. Schwitzhütten
Mi 11.07. // Visionssuchen // ab 17 Uhr Sommercamp inkl. Schwitzhütten
Do 12.07. // Visionssuchen // ab 17 Uhr Sommercamp inkl. Schwitzhütten
Fr 13.07. // Visionssuchen // ab 17 Uhr Sommercamp inkl. Schwitzhütten
Sa 14.07. // Visionssuchen // ab 17 Uhr Sommercamp inkl. Schwitzhütten
So 15.07. // vormittags Dankes-Schwitzhütte

Workshop 07. – 08. Juli jeweils 10.00 bis 17.00 Uhr
In diesem Workshop vermitteln wir Dir das nötige Wissen, um die geschichtlichen
Hintergründe, die Bedeutung, die Vorbereitung und den Ablauf einer Visionssuche.
Grundsätzlich solltest Du wissen, dass wir die Visionssuche auf traditionelle Art
durchführen. Das heisst, so wie es seit Generationen im Stamm der Lakota und im
Besonderen in der Familie Chipps praktiziert wird.
An den Abenden (ab 17.00 Uhr) beginnen wir mit der Schwitzhüttenzeremonie, die
Teil der Vorbereitungen zur Visionssuche ist.

Visionssuchen 09. – 14. Juli

Vorbereitung
In den Tagen Deiner Vorbereitung gibt es täglich eine Schwitzhütte. Du hast Zeit für
Deine persönlichen Vorbereitungen (Visionssucheplatz suchen, Ties machen, etc.).
Wir werden Dich dabei in vollem Umfang unterstützen.

Visionssuche
In der Entscheidung, ob Du für ein, zwei oder drei Nächte auf Visionssuche gehst,
werden wir Dir helfen. Entsprechend werden wir Dich am Abend nach einer kurzen
Schwitzhütte auf Deinen Visionssucheplatz bringen, wo Du die folgenden Nächte,
und die dazwischen liegenden Tage allein, ohne Essen und Trinken, aber dennoch
sicher und behütet, in Dein Gebet vertieft, verbringen wirst. Am Morgen nach der
letzten Nacht werden wir Dich abholen und mit einer kurzen Schwitzhütte wieder auf
die „normale“ Welt vorbereiten.

Nachbereitung
Es ist uns wichtig, dass du anschließend noch im geschützten Rahmen des Camps
bleibst, bis du wieder in die Öffentlichkeit gehst. Dort werden wir dir ein sanftes
wieder Ankommen ermöglichen. Es gibt die Möglichkeit, deine Erfahrungen mit uns
zu teilen. Fragen kannst in einer Lowampi-Zeremonie direkt von den Spirits
beantworten lassen, um Klarheit über deine Erlebnisse zu bekommen.

Dankeshütte 15. Juli vormittags
Abschliessen werden wir das Camp mit einer Dankes-/Wopila-Schwitzhütte.

Sommercamp 09. – 14. Juli
An diesen Tagen wird es abends (ab 17.00) je nach Interesse, Bedarf und Teilnehmerzahl
auch Schwitzhütten für die Unterstützer geben. Es wird Zeit sein gemeinsam Lieder zu
lernen, sich auszutauschen, vielleicht spannen wir auch mal die Wassertrommel um die
NAC-Songs zu singen oder singen an der Sonnentanztrommel.
Du bist herzlich eingeladen die Zeit hier zu verbringen auch wenn du nicht selbst auf
Visionssuche gehst. Es wird aber kein festes Programm geben, da ich mit meiner
Hauptaufmerksamkeit bei den Visionssuchenden bin.

Organisatorisches

Leitung: Jens Hofmann und Team
Ort: Lokfeld 2, 23858 Barnitz
Übernachtung: Wer hier übernachten möchte kann dies gern im Zelt oder im Saal tun.
Melanie bittet um 10 € pro Nacht.

Beitrag / Kosten:
Workshop – für den Samstag hätte ich gern 30 €, für den Sonntag 50 € bzw. 80 € für
beide Tage.
Visionssuche – Für eine Visionssuche von zwei oder drei Nächten bekomme ich 300 €
für meine Begleitung. Zuzüglich der Kosten für Feuerholz, Steine, etc. von etwa 50 €.
Schwitzhütten – sind wie immer auf Spendenbasis. Wir bitten dich etwas zum gemeinsamen Essen mitzubringen.

Anmeldung / Vorbereitung:
Bitte unter: info@jens-hofmann.de oder 0173-4000 484.
Solltest du auf Visionssuche gehen wollen melde dich bitte so bald als möglich. Dann
schicke ich dir eine Liste mit den Dingen zu, die du brauchst und wir können besprechen
wie du dich am besten darauf vorbereiten kannst.

Anmeldung aller Zeremonien in Lokfeld 2018https://doodle.com/poll/mmzk435argusu25s

Frauen:
Frauen, die ihre Menstruation haben, können den Unterricht und die Unterweisung
während des Workshops / Camps wahrnehmen. Die Teilnahme an den Zeremonien, wie
Visionssuche oder Schwitzhütte, kann zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Teilnahmebedingungen:
Jeder Teilnehmer bestätigt, dass er körperlich und geistig fähig ist, an dem jeweiligen Kurs
teilzunehmen. Ausnahmen bedingt durch Krankheit, Behinderung, medizinische
Medikamente usw. müssen vorher mitgeteilt werden. Der Teilnehmer ist sich bewusst,
dass die Teilnahme trotz sicherer Bedingungen Gefahren mit sich bringen kann und
übernimmt dafür die volle Verantwortung. Hierzu zählen auch Risiken wie Verletzungen,
Krankheit, Schäden oder Verlust von Eigentum, die durch höhere Gewalt verursacht
wurden. Der Teilnehmer verpflichtet sich, den Anweisungen der Trainer/Leiter Folge zu
leisten. Die Teilnahme an den Kursen erfolgt somit auf eigene Gefahr.

Übersicht Kalender 2018

Nächste Veranstaltungen aus unserem Kalender (Stand: 29.12.18):

JANUAR 2018

FEBRUAR

MÄRZ

APRIL

MAI

JUNI

JULI

AUGUST

SEPTEMBER

OKTOBER

NOVEMBER

DEZEMBER

Advents-Café 17.12.2017

Liebe Freunde der Lokfelder Brücke,

wie jedes Jahr laden wir euch ganz herzlich ein zu unserem Advents-Café am Sonntag, 17. Dezember von 14 bis 18 Uhr. Wir freuen uns auf einen gemütlichen Nachmittag bei Kaffee & Kuchen (bio-vegan) mit lieben Freunden in Advents-Stimmung, Zeit zum Kennenlernen und Plaudern, Netzwerken und Entspannen, Spielen und Schlemmen, … 🙂

Unsere Heilpraktiker Nina Kröger und Jens Hofmann führen euch in die wundervolle Welt der ätherischen Öle von Young Living ein, es gibt viel zu schnuppern und kennenzulernen! Und wer mag bekommt von mir einen Gutschein für 20 Minuten meiner “Probe-Öle-Rücken-Nacken-Massage” in unseren neu renovierten Räumen geschenkt 😉

Wer möchte noch etwas präsentieren bzw. mit uns teilen? Möchte jemand Musik machen oder auf die Bühne?

Zudem freuen wir uns wieder über so leckere bio-vegane Kuchenspenden, bitte sagt bescheid, wenn ihr helfen/backen könnt bzw. möchtet, dankeee! 🙂

Ich freue mich auf euch und sende liebe Grüße,

eure Menie


Social Media:


Link zu den Fotos & Videos (bitte auf das Foto klicken):

https://photos.app.goo.gl/JuFeIyUPTUyinBCu2


Links zu unseren anderen Advents-Cafés:

Natur-Kultur-Erlebnis TRAVETRÄUME 2017

Liebe Freunde der Lokfelder Brücke,
herzlich Willkommen zu unseren Natur-Kultur-Erlebnistagen “TRAVETRÄUME”! Dieses Jahr laden wir euch zu einem (internen) Familien-Sommercamp mit abschließendem (öffentlichen) Sommerfest ein. Besonders am Herzen liegen uns dabei viiiieeel Zeit für Gemeinschaft und voneinander lernen, kochen & essen, Entschleunigung und Zeremonien, Kreativität und Spaß – natürlich ökologisch sinnvoll 😉 Das “Programm” inhaltlich werden wir gemeinsam in der Zeit planen, d.h. wir eröffnen hier einen “open space”. Der “organisatorisch bisher angedachte Rahmen” wird auf dieser Internetseite weiter ergänzt. Bitte merkt euch den Termin bereits vor, nehmt euch Urlaub, sprecht euch mit Freunden ab, kommt monatlich zu den Vorbereitungstreffen beim Brunch bzw. meldet euch, wenn ihr Lust auf eine schöne Zeit mit und bei uns im Sommer habt, wir freuen uns auf euch!
Liebe Grüße,
Melanie

Organisatorisch angedachter Rahmen (Stand 08.08.17):

  • Sa 26.08.2017 Anreise, Aufbauen
  • So 27.08.2017 Übungs-Schwitzhütte mit Menie
    • 13 Uhr Mittagsessen
    • 14 Uhr Feuer anzünden
    • 16-17 Uhr Beginn der Zeremonie
  • Mo 28.08. – Fr 01.09.2017 Familien-Sommercamp (“open space”)
    • täglich gemeinsam makrobiotisch kochen und essen
    • viel Zeit für Natur, Kultur & Gemeinschaft, miteinander und voneinander lernen
    • Lagerfeuer-Sommernächte im Tipi, Gitarre, Stockbrot, …
    • Sara wird in der Woche auch Übung-Schwitzhütten machen
    • Fr 01.09.2017 ca. 20-24 Uhr Einführung in unser Leben mit Zeremonien, Wassertrommel-Songs der Native American Church
  • Sa 02.09.2017 ab 14 Uhr Tag der offene Tür & Sommerfest 😀
  • So 03.09.2017 Abbauen, Abreise

 “Kosten” Camp: 75 €/Person ab 6 Jahren, Übernachtung im Tipi oder eigenen Zelt, Essen + Trinken wird von der Gruppe vor Ort selbst organisiert (bio-vegan). Ermäßigung auf Anfrage (Bitte meldet euch auch wenn ihr kein Geld habt aber mithelfen oder euch anderweitig einbringen könnt/möchtet, das ist genauso wertvoll und die Gemeinschaft ist hierbei wichtiger als Geld!).

Ablauf in Dankbarkeit und Anlehnung an die Sommercamps von Michael Hartl: (https://experimentselbstversorgung.net/veranstaltung-zusammen-organisieren-und-wachsen/)

Beim „open space“, der Methode, nach der wir die Camps hier ablaufen lassen, entscheidet die Gruppe aus dem Bauch heraus, welche Themen gerade die sind, die wichtig zu bearbeiten sind. Und die sind dann auch gut so. Die Themenvielfalt geht von Gemeinschaft und deren solidarisches Wirtschaften, über Sport und Meditation, bis hin zu Märchen und gemeinsamen Musizieren.

Und beim Reflektieren des Sommercamps dachte ich mir, was denn der organisatorische Rahmen ist, den wir da eigentlich spannen. Und wie sieht der menschliche Rahmen aus? Ich fände nämlich fein, wenn es noch viel mehr dieser Events geben würde – nicht nur von uns. Darum mal hier eine Übersicht, welche Methoden ich als besonders hilfreich für das Gelingen unserer Camps empfunden habe.

Open space

Unsere Camp-Organisation ist stark angelehnt an die Großgruppen-Moderations-Technik „open space“. Wir möchten nämlich, dass die Camps gemeinsam gestaltet werden. Möglichst selbstorganisiert, für verantwortungsvolle und freie Menschen und von ihnen kreativ und inhaltlich gestaltet. Dazu gibt es nach einer Kennenlernphase das gemeinsame Suchen und Festlegen von Themen. Das sieht bei unseren Camps im Kern so aus:

  • Wer mag schlägt ein Thema vor und erzählt kurz, ob sie*er Ahnung vom Thema hat oder Wissen bekommen möchte.
  • Sie*er sagt, ob es ein Redekreis, ein praktischer Workshop oder eine Wanderung sein soll. Oder was jeder und jedem sonst so einfällt als möglicher Ablauf.
  • Sollte sich eine*r anschließen wollen, bei dem Thema aktiv mitzuwirken, also Wissen beisteuern, kann diese Person das kurz anmerken.
  • Das Thema wird aufgeschrieben und das nächste Thema kann vorgestellt werden.
  • Sind alle Themen gesammelt, vergibt jede Person maximal 8 Punkte. Nur 1 Punkt pro Thema. Du musst nicht alle Punkte vergeben.
  • Durch das dadurch entstehende „Interessensranking“ können zwei oder drei Freiwillige die am meisten nachgefragten Themen auswählen und in den Wochenplan einordnen. Wir planen Vormittag und Nachmittag je ein Thema. Und passende wie Jam-Sessions oder bestimmte Redekreise oder Workshops werden abends eingeplant.

Abwandlung: Wie oben beschrieben werden zu Beginn gleich die Themen für die ganze Woche festgelegt. Vielleicht versuchen wir aber auch, nur zwei Tage zu planen und dann am Ende der zwei Tage die noch nicht behandelten Themen neu zu bewerten. Oder Themenbereiche zu machen, wie „praktischer Workshop“, „körperliches“, „seelisches“, „Redekreise“ und „Unterhaltung“, damit selbst wenn alle Redekreise hoch spannend sind und daher die meisten Punkte bekommen, auch Platz bleibt für praktisches.

Wer mehr zu open space als Methode erfahren will, kann sich hinter den Links eine kurze (https://web.archive.org/web/20140305191345/http://www.openspaceworld.org/german/index.html) oder eine lange (https://de.wikipedia.org/wiki/Open_Space) Beschreibung dazu durchlesen.

Redekreise

Der Tag beginnt nach dem Frühstück und endet nach dem Abendessen mit einem großen Redekreis, zu dem alle kommen sollen, die am Camp teilnehmen. Hier geht es um zwei Punkte: Befindlichkeit und Organisatorisches.

Für einen Redekreis sitzen alle in einem Kreis. Eine Moderatorin begrüßt kurz alle, sagt, welche Runde nun ansteht und gibt dann das Wort an die Person, die den stärksten Impuls spürt, etwas zu sagen. Von dort aus wird das Wort – oder wenn gewünscht auch ein Redestab oder anderer Gegenstand – im Uhrzeigersinn reihum gegeben. Dabei spricht nur die Person, die an der Reihe ist, bzw. den Rede-Gegenstand hat, und alle anderen hören aufmerksam zu.

Befindlichkeitsrunde

In der Befindlichkeitsrunde, die am Morgen die Eröffnung macht und am Abend das Ende des Redekreises, kann jede*r äußern, wie es ihr*ihm geht, was gerade in mir passiert oder wie ich mich in der Gruppe fühle. Einfach, was gerade auf dem Herzen liegt oder um es herum tanzt und fliegt. Am ersten Tag sind die Äußerungen oft nur kurze „Ja, eh gut. Passt alles. Danke.“. Aber zum Ende der Woche hin öffnen sich die meisten Menschen immer mehr – was ein schnelles und gutes Gespür für die anderen entstehen lässt und einen besonderen Beitrag für das Gemeinschaftsgefühl leistet.

Organisationsrunde

Die Organisationsrunde ist für alle Punkte rund um das Camp und den Ablauf. Diese ist besonders wichtig, da sich das Camp ja so gut wie möglich selbst organisieren soll. Hier ist Platz für Fragen oder Anmerkungen zu den Zeitplänen, zum Essen oder dem Nachkaufen von Zutaten, Anliegen zur Sauberkeit oder für Anmerkungen, was noch wichtig wäre für die Kinder, etc. Und auch hier lässt sich meist über die Woche eine interessante Entwicklung beobachten: Sind es am Anfang noch hauptsächlich die Moderator*innen und Gastgeber*innen, die Punkte anmerken, verteilt sich das zum Ende der Woche auf immer mehr Teilnehmende. Die damit zu aktiven Gestalter*innen werden. Eines unserer großen Ziele: Menschen ermächtigen, sich gemeinsam selbst zu organisieren.

Gemeinsames Kochen und Essen

Wenig erlebe ich als so wertvoll und zusammenführend, als gemeinsames zubereiten und verzehren von gutem, gesunden Essen. Es liegt Magie in diesem Prozess, wo aus unterschiedlichsten Zutaten etwas erschaffen wird, dass Eigenschaften hat, die keine der Zutaten selbst hatte. Es liegt Liebe in diesem Tun, denn wenn wir für Menschen gutes Essen zubereiten, die uns mehr und mehr bedeuten, machen wir das mit Hingabe. Und es liegt so viel soziales in diesem Prozess, denn wir tauschen uns aus, erschaffen gemeinsam etwas und genießen es danach miteinander.

Daher nimmt bei uns das Zubereiten des Essens einen hohen Stellenwert ein und alle, die möchten, können sich einbringen. Es ist nichts notwendiges, das im Rahmen einer Camp-Organisation eben erledigt gehört, sondern es ist integraler Bestandteil dessen, was hier in der Woche abläuft. Und ebenso wird das gemeinsame Essen als wichtig gesehen.

Anmerkung Menie: Ich liebe die makrobiotische Küche und freue mich auf die Zeit zum Kochen mit euch, über Austausch und Gleichgesinnte. Dies ist kein Muss aber es wäre schön, wenn wir zumindest überwiegend bio, vegan, regional, saisonal und natürlich kochen 🙂

Lagerfeuer und Musik

Klar, einerseits kochen wir über dem Feuer. Aber das Feuer ist auch zentrale Anlaufstelle hier und zieht sowieso seit jeher Menschen einfach an. Alle sitzen am Feuer, reden, lachen, spielen Musik und starren manchmal gedankenverloren in die Flammen.

Mehr muss ich zum Lagerfeuer und der Musik glaube ich nicht schreiben. Wer nicht tief in sich spürt, warum das so wichtig ist: Hinaus mit Dir heute Abend! Nimm ein paar Menschen mit und entzündet ein Lagerfeuer!

Der Mindset fürs Wohlfühlen

Mich freut ganz besonders, dass in den Feedbacks immer wieder die Rede von der Besonderheit dieses Ortes die Rede ist. Wie wohl und sicher sich hier die meisten Menschen fühlen. Und viele sehen die Ursache in den hier lebenden Personen. Das schmeichelt natürlich, aber ich denke, dass alle Menschen, die das wirklich wollen, einen solchen Rahmen schaffen können. Dazu gibt es aus meiner Sicht ein paar simple Ansätze – die gerne auch den Teilnehmenden kommuniziert werden können – und die nicht nur auf einem solchen Camp zählen:

  • Alle Menschen, die da sind, sind genau die richtigen.
  • Die Themen, die gemeinsam gefunden werden, sind die jetzt wichtigen.
  • Wir haben Zeit. Für alles. Und alles passiert dann, wenn die Zeit reif ist und läuft so lange, wie es sich stimmig und richtig anfühlt.
  • Sei offen für Veränderungen – und passe Dich flexibel an. Wie beim improvisierten Tanzen!
  • Gib Dich hin – sowohl der Veranstaltung, als auch den dort befindlichen Menschen.
  • Sei präsent und höre bewusst zu.

Anmerkung Menie zu den Zeremonien:

Da einige von uns ein Leben mit Zeremonien führen wird die eine oder andere Schwitzhütte auch in dieser Campzeit stattfinden und die Wassertrommel gespannt. Eine gute Möglichkeit zum Kennenlernen, falls ihr dies noch nie erlebt habt ;-). Aber an alle die oft bei indianischen Zeremonien sind: Diese Woche ist offen für alle Kulturen und gerade auch für den Austausch unter uns gedacht, der sonst manchmal etwas zu kurz kommt 🙂

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